Nur gemeinsam können wir für IT-Sicherheit sorgen

Die Digitalisierung durchdringt schon heute fast alle Bereiche von Wirtschaft und Ge­sellschaft. Unbestritten sind die vielfältigen Chancen, die sich durch Informations- und Kommunikationstechnologien sowohl für jeden Einzelnen als auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt bieten. Die Digitalisierung ist ­jedoch auch mit Herausforderung verbunden. Das betrifft vor allem das Thema ­Sicherheit: Jedes Unternehmen – vom ­kleinen Betrieb über den Mittelständler bis hin zu Großkonzernen – muss sich die Frage stellen: „Wie sicher ist meine IT-Infrastruktur?“ Und: „Wie stör­anfällig ist sie?“

Technische Lösungen sind nur dann wirksam, wenn sie von ­Unternehmern und Verbrauchern umgesetzt und angewendet werden.

Eine Studie des Digitalverbands Bitkom e.V. liefert dazu interessante Hintergründe. So war jedes zweite Unternehmen in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren bereits Opfer von digitaler Wirtschaftsspionage, Daten­diebstahl oder Sabotage. Der daraus resul­tierende wirtschaftliche ­Gesamtschaden von jährlich 51 Milliarden Euro macht den Handlungsbedarf deut­lich.

Die Etablierung eines umfassenden IT-Sicherheitskonzepts ist jedoch gerade für kleine und mittlere Unternehmen eine wirtschaftliche Hürde. So werden diese Unternehmen zu einem leichten Angriffsziel für Gefahren aus dem Netz. Und ­technische Lösungen sind auch nur dann wirksam, wenn sie von Verbrauchern und Unternehmern umgesetzt und angewendet werden.

Das bundesweite Projekt IT-Sicherheit@Mit­telstand von Deutschland sicher im Netz ­gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), für das ich gerne die Schirmherrschaft übernommen habe, ­unterstützt Unternehmen genau dabei: Es ­richtet sich explizit an Geschäftsführer und ­Ent­scheider in kleinen und mittelständi­schen ­Unternehmen und berät diese in IT-­Si­cher­heitsfragen ihrer Unternehmen. Im Zentrum stehen hierbei Aufklärung, Befähigung und praktische Umsetzung von IT-Sicherheits­maßnahmen.

Sigmar Gabriel ist Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel ist Bundesminister für Wirtschaft und Energie © Xenia Fink

Mittelstand fit machen für IT-Sicherheit

DsiN und DIHK haben 2015 unter der Schirmherrschaft des ­Bundeswirtschaftsministers die Workshopreihe IT-Sicherheit@Mittelstand ins Leben gerufen. Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen erfahren in Vorträgen in ihren IHKs, was sie für mehr Sicherheit in ihrem Betrieb konkret unternehmen können. Ziel ist die Vermittlung von „Hilfe zur Selbsthilfe“.

www.dsin.de/it-sicherheit-mittelstand

Denn wir wollen gemeinsam das Internet so sicher wie möglich gestalten. Schließlich schafft Sicherheit das Vertrauen, das die Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg ist. Dazu wollen wir einen offenen Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden führen und unsere Zusammenarbeit vertiefen.

Ein wichtiges Forum dafür ist der jährliche nationale IT-Gipfel der Bundesregierung unter Koordinierung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Vor zehn Jahren wurde hier die Gründung des gemein­nützigen Vereins Deutschland sicher im Netz beschlossen.

Ein gutes Beispiel für den IT-Sicherheitsrahmen sind Aufklärungen von Unternehmensmitarbeitern wie das von Deutschland sicher im Netz durchgeführte Projekt „Bottom-Up“. Es richtet sich gezielt an Berufsschüler und wird durch das BMWi gefördert.

Lassen Sie uns in diesem Sinne zusammen die IT-Sicherheit in der deutschen Wirtschaft ­weiter nachhaltig verbessern!

Auf dem Bürgerforum zur IT-Sicherheit des DsiN-Jahreskongresses erläutert Staatssekretär ­Matthias Machnig (BMWi) das Zusammenwirken von Regulierung, Technologie und Aufklärungs­arbeit für mehr IT-Sicherheit.


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