Nicht ohne meine IT-Sicherheit Sicherheitsaspekte in der Ausbildung stärken

Anstoß für die Idee zur Gründung von it-sa Benefiz war – wie so oft – ein kleines Problem, für das eine große Lösung gesucht wurde. Ein studentischer Admin des SecuMedia Verlags brauchte für seine Diplomarbeit eine ­Firma, die ihm die Chance gab, eine neue Idee für mehr IT-Sicherheit in ihrem Betrieb zu ­testen. Unter den Ausstellern der IT-­Security-Fachmesse it-sa, die der Verlag damals erstmals in Nürnberg veranstaltete, fand sich rasch ein Unternehmen, das dazu bereit war. Inzwischen ist der ehemalige Student in dieser Firma angestellt und macht dort Karriere. Was einmal funktioniert hat, sollte auch öfter möglich sein: Darum wurde der Verein it-sa Benefiz zunächst als Vermittlungsstelle zwischen Unternehmen und Berufsanfängern ­gegründet. Er sollte vor allem den Nachwuchs im Berufsfeld IT-Sicherheit fördern.

Studierende treffen auf  IT-Sicherheit

Immer noch können Studierende der Informatik und angrenzender Studienfächer ihren Studiengang abschließen, ohne sich jemals mit Fragen der IT-Sicherheit zu be­fassen. DsiN macht sich daher für eine Behandlung des Themas in der Ausbildung stark – und lädt immer im Oktober gemeinsam mit it-sa Benefiz Studierende zum kurzweiligen Austausch mit Sicherheitsunternehmen ein.

www.dsin.de/messecampus

Das ist inzwischen nötiger denn je. Denn mit der fortschreitenden Digitalisierung potenziert sich der Bedarf an Spezialisten, um Bedrohungen wie Hacking, Spionage, Ransom­ware und Sabotage abzuwehren. 68,5 Prozent aller Unternehmen erwarten nach einer Studie des Sicherheitsanbieters Kaspersky, dass die Anzahl der Mitarbeiter, die sich ausschließlich IT-Sicherheitsfragen widmen, steigen wird. Doch gerade im Bereich der IT-Sicherheit mangelt es eklatant an Fachkräften. Die Rechnung dafür zahlen die Unternehmen: Denn wer keine IT-Experten findet, muss mitunter Unsummen für die Bewältigung von Cyber­sicherheitsvorfällen ausgeben. Vom Fach­kräftemangel betroffene Firmen sind daher oft bereit, höhere Gehälter für immer weniger verfügbares Personal am Markt zu zahlen.

Wie also kann dem Mangel abgeholfen werden? IT-Sicherheit wird an immer mehr Hochschulen gelehrt – diese Studienangebote gilt es weiter auszubauen. Genauso wichtig ist es, die Studierenden zu motivieren, IT-Sicherheit nicht nur als Beiwerk für andere Informatikberufe zu betrachten, sondern sie mehr als bisher ins Zentrum ihrer Studien und ihrer beruflichen Pläne zu stellen.

Durch verpflichtende Praktika könnten Studierende Erfahrungen im IT-Sicherheitsbereich machen, sehen, welch große Relevanz das Thema hat, und sich Berufsperspektiven eröffnen. Unternehmen sollten ihnen diese Möglichkeit bieten – und könnten so potenzielle Mitarbeiter kennen lernen und bei Interesse frühzeitig an sich binden.

Daniela Strobel ist Vorstandsvorsitzende von it-sa Benefiz e.V. Daniela Strobel ist Vorstandsvorsitzende von it-sa Benefiz e.V. © Xenia Fink
Mit der fortschreitenden Digitalisierung potenziert sich der Bedarf an Spezialisten, um Bedrohungen und Sabotage abzuwehren.

Die Bereitschaft der jungen Informatiker ist da: Über 60 Prozent der Studierenden wünschten sich schon vor Jahren mehr Lehrveranstaltungsangebote zum Thema IT-Sicherheit. Zu diesem Resultat kam eine von Deutschland ­sicher im Netz e.V. (DsiN) bereits 2009 initiierte Studie. DsiN und it-sa Benefiz e.V. nahmen dies zum Anlass, Studierende der Informatik auf die damals noch neue Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg einzuladen: ­Seitdem kommen – 2016 nun schon zum ­achten Mal – Omnibusse aus allen Teilen Deutschlands mit Studenten und Professoren zum DsiN-Messe­Campus auf die it-sa, um einen Eindruck von der Faszination des Themas ­Sicherheit zu erhalten, vor allem aber, um anschließend Gesprächstermine bei Ausstellern wahrzunehmen und Kontakte für Praktika und Karrieren zu knüpfen. Denn nicht nur jede Firma und jede Behörde braucht Cyber-Security-Experten. Die hierauf spezialisierten Unternehmen suchen eben­falls hän­de­ringend qualifizierte Mitarbeiter. Um diesen Bedarf zu decken – auch das eine Erkenntnis des DsiN-MesseCampus –, sind mehr Hochschulangebote und spezialisierte Studiengänge unverzichtbar.


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