Mit Sicherheit Menschen erreichen

Online einen Urlaub buchen, Überweisungen tätigen, Nachrichten aus aller Welt lesen: Das Internet hat unser Leben an vielen Stellen bereichert und vereinfacht. Es eröffnet neue Möglichkeiten der Kommunikation und des Wissenszugangs, neue Geschäftsmodelle und gibt neue Impulse für Forschung und Entwicklung. Digitalisierung und Vernetzung sind aber auch in der Kriminalität angekommen.

Terrororganisationen nutzen das Internet für ihre Propaganda, Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen und Cyberspionage sind eine Bedrohung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Kinderpornografie, „Phishing“ persönlicher Zugangsdaten zu Bankkonten oder Onlineshops, Handel mit illegalen Waren, Verbreitung von Schadsoftware und Betrugshandlungen finden im und über das Internet statt. Kriminellen eröffnen sich hier neue Chancen und Tatgelegenheiten.

2015 wurden über 45.000 Cybercrime-Fälle von der Polizei erfasst. Doch polizeiliche Statistiken bilden nur einen kleinen Ausschnitt der tatsächlichen Dimension von Cybercrime ab. Das Dunkelfeld ist groß. Taten werden in vielen Fällen nicht bemerkt oder nicht angezeigt.

VEREINTES VORGEHEN GEGEN INTERNETKRIMINALITÄT

Wesentlich für die erfolgreiche Bekämpfung der Cybercrime ist die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und mit Kooperationspartnern aus verschiedensten Bereichen, um unsere Kommunikation, unsere sozialen Zusammenhänge und unser wirtschaftliches Leben gegen Gefahren zu schützen. Im Verein Deutschland sicher im Netz wird die Kompetenz von Behörden, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammengeführt. Ziel ist es, Verbraucher/innen und Unternehmen vor Gefahren im Internet zu warnen und zu kompetenten Internetnutzern zu machen.

Das Internet ist kein strafverfolgungsfreier Raum. Die Polizei kann Cybercrime jedoch nur wirksam bekämpfen, wenn sie von entsprechenden Straftaten erfährt. Daher ist es wichtig, dass Betroffene Anzeige erstatten. Nur so kann die Polizei Spuren und Beweise sichern und Kriminelle überführen. Da es sich häufig um „flüchtige Daten“ handelt, ist zudem schnelles Handeln geboten.

Holger Münch ist Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) und im Beirat von Deutschland sicher im Netz e.V. Holger Münch ist Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) und im Beirat von Deutschland sicher im Netz e.V. © Xenia Fink

AUCH VERBRAUCHER GEFORDERT

Neben der Suche nach den Tätern ist es wichtig, dass alle Nutzer/innen wachsam und verantwortungsvoll im Internet unterwegs sind. Virenschutzprogramme und Sicherheitsupdates der Softwarehersteller mögen lästig erscheinen, sind aber notwendig. Es ist bequem, Dienstleistungen über das Internet abzuwickeln, aber die Preisgabe persönlicher Daten darf nicht leichtfertig geschehen, denn allzu einfach können diese von Kriminellen abgefangen und missbräuchlich genutzt werden. Auch die zunehmende Vermischung der Nutzung von Endgeräten sowohl für private als auch berufliche Zwecke birgt die Gefahr von Sicherheitslücken.

Es ist die Eigenverantwortung von Unternehmen, Behörden und jedes Einzelnen gefragt, die Risiken, die mit der Nutzung moderner Kommunikationsmittel und der zunehmenden globalen Vernetzung einhergehen, zu kennen und sich entsprechend dagegen zu schützen.

DIE SIBA-APP – DAS SICHERHEITSBAROMETER

Das BKA ist Partner der SiBa-App, mit der Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen aktuelle Nachrichten zu neuen sicherheitsrelevanten Vorfällen erhalten. Hilfreich sind nicht nur die präventiven Maßnahmen, die passend zum Vorfall empfohlen werden. Besonders wichtig für Betroffene können die Maßnahmen zur Reaktion bei einem Sicherheitsvorfall sein. Die Vielfalt der Empfehlungen wird durch Verweise auf die unterschiedlichen Partner gewährleistet.

www.dsin.de/siba

DIGITALE NACHBARSCHAFT FÜR VEREINE

Ehrenamtliches Engagement wird in Deutschland großgeschrieben. Über 30 Millionen Bürgerinnen und Bürger engagieren sich neben dem Beruf für gemeinnützige Anliegen – zunehmend auch digital. Die IT-Schutzkompetenzen sind dabei oftmals nur unzureichend ausgeprägt. Kriminelle können hier daher noch leicht zuschlagen. Für einen sicheren Umgang mit Daten und Informationen bietet die „Digitale Nachbarschaft“ Grundkurse für digitale Sicherheit im Ehrenamt und zur Weitergabe an Bürgerinnen und Bürger.

www.digitale-nachbarschaft.de


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