In Sicherheit investieren

Erinnern Sie sich noch an den „I love you“-Virus? Der Computer-Wurm brachte im Jahr 2000 weltweit Millionen von IT-Systemen zum Absturz und verursachte einen Schaden von schätzungsweise zehn Milliarden US-Dollar. Der Loveletter-Virus war nur ein besonders Aufsehen erregendes Beispiel in einer Reihe ähnlicher Computer-Schädlinge, die sich in dieser Zeit im Netz tummelten. Fortan war klar: Das Internet ist der ideale Verbreitungsweg für Viren aller Art. Und es wurde deutlich, dass viele Computer – unabhängig davon, ob sie privaten Verbrauchern oder Unternehmen gehören – nur unzureichend gegen diese Angriffe geschützt sind.

Die Gründung des Vereins Deutschland sicher im Netz war ein folgerichtiger Schritt, den der Bitkom aktiv gefördert hat. Erster DsiN-Vorstandsvorsitzender wurde Bitkom-Vizepräsident Heinz Paul Bonn. Anschließend rückte mit Dieter Kempf ein ausgewiesener Sicherheitsexperte aus dem Bitkom-Präsidium an die DsiN-Spitze. Zudem half der Bitkom seit Start und Betrieb der Geschäftsstelle auch ganz praktisch mit Infrastrukturleistungen.

Seit den DsiN-Anfängen ist die Sicherheitslage immer komplexer geworden. Nach Smartphones, Tablets, Fernsehern und den neuen Wearables werden immer weitere Geräte miteinander vernetzt, im Internet of Things sogar Haushaltsgeräte, Maschinen, Fahrzeuge und einzelne Bauteile. Die Verbindung mit dem Internet macht diese Geräte mit ihren spezifischen Anwendungen erst richtig “intelligent”, sie muss aber auch entsprechend gesichert werden.

Laut einer Bitkom-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Internetnutzer in den vergangenen zwölf Monaten kriminelle Erfahrungen im Internet gemacht. In der deutschen Wirtschaft verursachen digitale Angriffe Schäden in Höhe von 51 Milliarden Euro pro Jahr. Kriminelle Banden gehen heute viel zielgerichteter vor als die Hobby-Hacker der ersten Generation. Die Angreifer haben es nicht nur auf die Geschäftsgeheimnisse und das Geld von Unternehmen abgesehen, sondern auch auf die Ersparnisse unbedarfter Internetnutzer.

Thorsten Dirks ist Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) Thorsten Dirks ist Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) © Xenia Fink

Schützen können sich Privatnutzer und Unternehmen nur, wenn sie sich mit dem Thema IT-Sicherheit beschäftigen und bereit sind, in die technische Sicherheit zu investieren. In vielen Unternehmen reicht der klassische Basisschutz aus Virenscannern, Firewalls und Zugangsberechtigungen nicht mehr aus. Heute sind spezielle Angriffserkennungssysteme und die Verschlüsselung wichtiger Daten notwendig. Privatanwender müssen ihre Geräte auf dem neuesten Stand halten und sie müssen wissen, welche Gefahren und Betrugsmaschen gerade aktuell sind.

Für die Erreichung dieser Ziele ist viel Aufklärungsarbeit notwendig. Der Verein Deutschland sicher im Netz agiert auf diesem Feld mit viel Kompetenz, Engagement und guten Ideen. Wir danken DsiN für die bislang geleisteten Beiträge für mehr Internetsicherheit und wünschen auch für die kommenden zehn Jahre einen langen Atem und den größtmöglichen Erfolg.


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